HirtIn

Andere Bezeichnung(en): SennerIn (SennIn), HalterIn

 

Berufsbeschreibung

HirtInnen treiben im Sommer die Weidetiere (meist Kühe, Stiere, Schafe, Ziegen) nach der Schneeschmelze auf Almen und höher gelegene Wiesenflächen. Dort versorgen sie die Tiere, kontrollieren den Viehbestand und führen einfache Reparaturarbeiten an Weidezäunen und Gattertoren durch. Sie stellen Milch- und andere Bio-Produkte her und verkaufen diese. Im Herbst treiben sie die Tiere wieder in die Ställe. Deshalb wird dieser Beruf nur saisonal ausgeübt. HirtInnen arbeiten für landwirtschaftliche Betriebe oder Genossenschaften. Nur bei großen Viehherden arbeiten HirtInnen im Team, meistens leben sie auf den Almen alleine und haben gelegentlich Kontakt zu Wanderern.

In ländlichen Gebirgsregionen werden Weidetiere wie Kühe, Schafe oder Ziegen nach der Schneeschmelze auf Almen getrieben, wo sie den Sommer verbringen. Die HirtInnen bereiten die Tiere im Frühjahr auf den Almauftrieb vor, z. B. in dem sie diese mit Blumen schmücken und mit Glocken behängen. Der Almauftrieb wird oft als Fest gestaltet (insbesondere in Tourismusregionen), begleitet mit Musik und vielen Zuschauern.

Während der Weidezeit auf den Almen beobachten die HirtInnen die Tiere, prüfen die Vollzähligkeit und achten auf die Verhaltensweisen der Tiere, um Krankheiten und Verletzungen zu erkennen. Sie melken Kühe, Ziegen und Schafe und versorgen die Tiere täglich mit Salz und Futterzusätzen. Die gemolkene Milch stellen sie entweder zur Abholung bereit oder sie verarbeiten sie direkt zu (Bio-)Produkten wie z. B. Butter, Käse oder Topfen. Eine weitere Aufgabe von HirtInnen ist die Mithilfe bei Jungtiergeburten. Werden die Tiere in einer Koppel gehalten, sind die HirtInnen auch für die Errichtung und Reparatur von Zäunen und Gattertoren verantwortlich.

HirtInnen verwenden zur Bereitstellung des Futters und für die Fütterung Heugabel und Rechen, Kübel, Heu, diverses Futter, Salz- und Futterzusätze.
Beim Melken der Tiere hantieren sie mit Schemel, Milchkübel und Melkmaschinen. Bei der Weiterverarbeitung der Milch kommen die verschiedensten Geräte bzw. Utensilien wie Milchkannen, Siebe, Butterschleudern, Käseharfen, Käseformen, Tücher etc. zum Einsatz. Weiters hantieren sie bei der Errichtung bzw. Reparatur von Zäunen z. B. mit Äxten, Sägen, Hämmer und Nägeln.

Dieser Beruf wird saisonal ausgeübt. Außerhalb der Sommerzeit sind Hirtinnen und Hirten als Fach- oder Hilfskräfte in landwirtschaftlichen Betrieben oder aber auch im Skitourismus (z. B. als Liftwarte oder als Schankkräfte in Skihütten) tätig.

HirtInnen verbringen in der Regel den Sommer allein auf den Almen, nur bei sehr großen Herden (z. B. im Fall von zusammengeschlossenen Weidegemeinschaften) arbeiten sie mit BerufskollegInnen zusammen. Sie stehen in Kontakt mit FörsterInnen, JägerInnen sowie mit Bergwanderern und touristischen Gästen.

  • den Almauftrieb nach der Schneeschmelze (Ende des Frühjahrs) durchführen, die Tiere vorbereiten (z. B. Schmücken, Behängen mit Glocken)
  • die Tiere während der Weidezeit auf den Almen überwachen, versorgen und pflegen; z. B. füttern, melken, die Vollzähligkeit überprüfen
  • kranke und verletzte Tiere pflegen und behandeln; bei Tiergeburten mithelfen
  • Zäune und Gattertore aufstellen; Ausbesserungsarbeiten an den Zaun- und Stallanlagen durchführen
  • Butter, Käse, Topfen und anderen (Bio-)Produkte zum Verkauf herstellen
  • in touristischen Gebieten: Wanderer bewirten, evt. auch Bergtouren mit Gästen durchführen
  • den Almabtrieb am Ende des Sommers vorbereiten und durchführen; die Tiere einwintern
  • landwirtschaftliche Betriebe
  • Weidegemeinschaften
  • landwirtschaftliche Genossenschaften

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Bannwald Monokultur Ökosystem Ökozid