LandmaschinentechnikerIn (Lehrberuf - auslaufend) - Lehrzeit: 3 1/2 Jahre

Berufsbeschreibung

Der Lehrberuf LandmaschinentechnikerIn wurde mit 1. Juni 2015 durch den Lehrberuf Land- und Baumaschinentechnik im Schwerpunkt Landmaschinen (siehe Land- und Baumaschinentechnik - Landmaschinen (Lehrberuf)).

LandmaschinentechnikerInnen warten und reparieren landwirtschaftliche Fahrzeuge, Geräte, Maschinen und Anlagen wie Traktoren, Mähdrescher, Säh- und Pflanzmaschinen, Fütterungs- und Reinigungsmaschinen oder Melkanlagen. Sie stellen Störungen und Schäden an den Maschinen fest, bauen schadhafte Teile aus, reparieren sie oder ersetzen sie durch neue Teile. Dafür benützen sie computergesteuerte Werkzeugmaschinen wie auch gewöhnliche Handwerkzeuge (Hämmer, Schraubenzieher, Feilen etc.). LandmaschinentechnikerInnen arbeiten vorwiegend in kleinen und mittleren Landmaschinenreparaturbetrieben oder in für landwirtschaftliche Genossenschaften, gemeinsam mit BerufskollegInnen und Hilfskräften. Einen Teil ihrer Arbeiten verrichten sie bei den KundInnen im Außendienst.

"Wir haben einen landwirtschaftlichen Betrieb zuhause, und als Kind habe ich schon immer sehr viel bei den Traktoren herum gewerkt und das hat mich immer interessiert, darum habe ich dann den Beruf Landmaschinentechniker gewählt."
Franz Felberbauer, Lehrling, in einem Interview aus: AMS your job, 2005.

LandmaschinentechnikerInnen sind mit Wartungs- und Reparaturarbeiten an allen Arten von Fahrzeugen, Maschinen und Anlagen befasst, die in der Land-, Forst- und Gartenwirtschaft zum Einsatz kommen. Im Rahmen von Wartungs- und Reparaturarbeiten kontrollieren LandmaschinentechnikerInnen die landwirtschaftlichen Fahrzeuge und Maschinen mit verschiedenen Testgeräten. Sie überprüfen die Funktionstüchtigkeit von Motoren, Elektronik und  Hydraulik sowie der Licht- und Bremsanlagen unter Einsatz von modernen Testgeräten wie Motorprüfstand, Abgastester oder Batterietestgerät. Sie stellen Fehler und Mängel fest, reparieren fehlerhafte Bauelemente oder ersetzen schadhafte Bestandteile durch neue. Sie zerlegen die Bauelemente, reinigen sie und führen an ihnen Fehlermessungen durch. Bei der Reparatur fehlerhafter Bauelemente kommen verschiedene Metallbearbeitungstechniken (z. B. Bohren, Feilen, Schleifen, Schweißen, Sägen, Fräsen) zum Einsatz. Nach der Reparatur führen sie abschließend Funktionskontrollen durch.

Ein wichtiger Aufgabenbereich ist die Betreuung von automatischen Anlagen in landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäuden, z. B. Fütterungs- und Entmistungsanlagen, Förderbänder, Hebevorrichtungen oder Abfüllanlagen, an denen die LandmaschinentechnikerInnen in regelmäßigen Abständen Servicearbeiten durchführen.

LandmaschinentechnikerInnen verwenden für ihre Arbeit Spezialwerkzeuge und Geräte wie z. B. Schraubenschlüssel, Schraubenzieher, Zangen, Feilen, Schweißgeräte, Gewindeschneider; weiters Schweiß- und Lötgeräte, Bohrer und diverse Mess- und Prüfgeräte. Die moderne Modulbauweise ermöglicht den Ersatz ganzer Bauteile, sodass Reparaturen an einzelnen Bauelementen immer seltener werden. Zudem ersetzt der Einsatz von computergesteuerten Werkzeugmaschinen die händische Herstellung von Bauelementen. Weiters lesen und verwenden sie technische Unterlagen, Bau- und Montagepläne, Betriebsanleitungen, Werkskizzen und dergleichen und führen technische Dokumentationen, Arbeitsprotokolle, Stück- und Inventarlisten und Wartungsjournale.

LandmaschinentechnikerInnen arbeiten in Reparaturwerkstätten von kleineren und mittleren Gewerbebetrieben sowie in Industriebetrieben im Bereich der Herstellung und Montage von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen und Anlagen. Sie arbeiten mit verschiedenen Fachkräften der Fahrzeugtechnik zusammen, siehe z. B. Kraftfahrzeugtechnik (Modullehrberuf) und haben Kontakt zu ihren KundInnen, z. B. zu LandwirtInnen oder zu ForstwirtInnen. Häufig führen sie die Reparatur- und Servicearbeiten direkt bei ihren KundInnen vor Ort durch.

  • Wartungs- und Reparaturarbeiten an land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen und Maschinen (z. B. Traktoren, Mähdrescher, Pflug- und Sämaschinen) durchführen
  • Störungen, Mängel und Fehler an Motoren, Brems- und Lichtanlagen, an elektronischen und pneumatischen Bauteilen suchen und erkennen
  • Funktionskontrollen an Motoren, Licht- oder Bremsanlagen mit verschiedenen Testgeräten (z. B. Achsmessgerät,  Voltmeter, Profiltiefenmesswerkzeug, Abgastester, Scheinwerfereinstellgerät, Batterietestgerät) durchführen
  • Servicearbeiten an automatischen Anlagen wie Fütterungs-, Förder- oder Melkanlagen durchführen
  • Sonderbauteile durch Drehen, Fräsen, Schweißen, Gewindeschneiden bearbeiten
  • Zubehörteile einbauen
  • Ein- und Nachstellarbeiten an mechanischen, pneumatischen, hydraulischen und elektronischen Fahrzeug- und Maschinenteilen durchführen
  • mit kraftfahrzeugtechnischen Werkzeugen (z. B. Schraubenzieher, Schraubenschlüssel, Zangen, Bohrer, Feilen, Gewindeschneider) hantieren
  • hydraulische Pressen, Metallschneidegeräte, Schweißgeräte verwenden
  • mit Schraubstock, Wagenheber, Hebekran hantieren
  • technische Unterlagen, Dokumentationen und Betriebsbücher (Arbeitsprotokolle, Wartungsjournale, etc.) führen
  • kleine und mittlere Landmaschinenreparatur und -wartungsbetriebe
  • Betriebe des Landmaschinenhandels
  • industrielle Mittel- und Großbetriebe des landwirtschaftlichen Maschinen- und Anlagenbaus

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 GPS Hydraulik Pneumatik Qualitätsmanagement

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