Mechatronik - Medizingerätetechnik (Modullehrberuf) - Lehrzeit: 3 1/2 bzw. 4 Jahre

Berufsbeschreibung

Mechatronik bedeutet die Verbindung von mechanischen, elektrischen und elektronischen Bauteilen zu mechatronischen Anlagen und Systemen, die in den verschiedensten Bereichen wie z. B. Fahrzeugtechnik, Verkehrstechnik, Produktionstechnik oder Medizintechnik Anwendung finden. Immer bedeutender wird auch die  Integration von computergesteuerten Programmen und Komponenten. MechatronikerInnen für Medizingerätetechnik stellen medizintechnische Maschinen, Systeme und Anlagen her. Dazu zählen z. B. Röntgengeräte, Computer- und Magnetresonanztomographen, Ultraschallgeräte, OP-Ausstattungen und Geräte der Intensivmedizin, Geräte der Dentalmedizin und dergleichen mehr. Sie bauen mechanische, elektrische/elektronische, pneumatische/hydraulische und informationstechnische Teile zusammen und stellen die Funktionen ein. Sie nehmen die medizintechnischen Anlagen und Systeme in Betrieb und programmieren die Funktionen, suchen nach Fehlern, grenzen diese ein und beheben Störungen.

MechatronikerInnen für Medizingerätetechnik arbeiten in Konstruktionsbüros, Werkstätten, Labors und Fertigungshallen im Team mit BerufskollegInnen und weiteren Fachkräften aus den Bereichen Elektrotechnik, Elektronik, IT und Maschinenbau zusammen. Bei Montage- und Servicearbeiten sind sie an wechselnden Arbeitsorten bei ihren KundInnen vor Ort im Einsatz.

Die Medizingerätetechnik (z. B. Geräte für Forschung und Labor, für Röntgen, OP, Intensivmedizin und  Rehabilitation sowie für Elektro- und  Nuklearmedizin oder Zahntechnik) ist ein stark wachsendes Aufgabengebiet für MechatronikerInnen. Auch die Beratung und Schulung von Kundinnen und Kunden spielt in diesem Bereich eine besondere Rolle.

MechatronikerInnen mit Schwerpunkt Medizingerätetechnik stellen mechatronische Bauteile, Komponenten und Systeme für medizintechnische Geräte, Systeme und Anlagen her. Dazu zählen z. B. Röntgengeräte, Computer- und Magnetresonanztomographen, OP-Ausstattungen und Geräte der Intensivmedizin wie Herz-Kreislaufmaschinen oder Geräte der Zahnmedizin. Dabei bauen sie mechanische, elektrisch/elektronische, pneumatisch/hydraulische und informationstechnische Teile zusammen und warten und reparieren sie. Direkt bei den Kundinnen und Kunden (Arztpraxen, Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen, Medizintechnische Labors usw.) bauen sie die Geräte auf, montieren Bauteile und Komponenten, richten Leitungen ein, verlegen sie und schließen sie an.

MechatronikerInnen nehmen die medizintechnischen Geräte, Anlagen und Systeme in Betrieb, programmieren sie und stellen Funktionen und Steuerungen ein. Bei der Suche nach Fehlern und Störungen zerlegen sie die Geräte, führen Messungen mit elektronischen Mess- und Prüfgeräten und entsprechender Test- und Diagnosesoftware durch und grenzen so mögliche Ursachen für Fehler ein. Sie beheben die Störungen und tauschen schadhafte Teile aus.
Die Tätigkeit von MechatronikerInnen für Medizingerätetechnik reicht stark in den IT-Bereich hinein, da sie auch mechatronische/medizintechnische  Hardware- und Software-Komponenten programmieren. Sie stellen diese System-Komponenten zusammen, installieren die entsprechende  Software sowie  Netzwerke und Bussysteme und  konfigurieren Hardware-Teile.

Im Rahmen von organisatorischen Aufgaben legen sie anhand von technischen Unterlagen Arbeitsschritte, Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden fest, sie planen und steuern die Arbeitsabläufe und achten auf die Einhaltung der Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltstandards. Außerdem dokumentieren sie die Arbeitsabläufe und -ergebnisse und führen Fehlerprotokolle.

MechatronikerInnen für Medizingerätetechnik, die im Kundenservice tätig sind, informieren und beraten die AnwenderInnen über technische Besonderheiten und Funktionen und erforderliche Wartung. Dabei haben sie Kontakt zu unterschiedlichen medizinischen Fachkräften, Pflegefachkräften, aber auch administrativem Personal. Über den Einsatz und die Anwendung der Geräte zur Behandlung, Diagnose und Therapie beraten allerdings nur speziell geschulte Medizintechnische FachberaterInnen.

MechatronikerInnen für Medizingerätetechnik arbeiten mit Geräten und Systemen der Medizingerätetechnik. Dazu zählen Geräte und Systeme der Elektromedizin, der OP- und Intensivmedizin (z. B. Kreislauf- & Lungenfunktionsdiagnostik,  Dialyse, Infusionstechnik, Beatmungstechnik,  Narkose, Ultraschall) Rehabilitationstechnik, für OP- und Dentaltechnik sowie Rehabilitationstechnik. Zur Steuerung und Programmierung dieser mechatronischen Anlagen und Geräte setzen sie Computer-Programme wie SPS ein.

Sie lesen Werkzeichnungen, Montage-, Stromlauf- und Schaltpläne. Oft erstellen Sie diese selbst anhand von speziellen Computerprogrammen (z. B.  CAD - Computer Aided Design). Für handwerkliche Arbeiten verwenden sie Handwerkzeuge und Maschinen wie Bohr-, Schleif- und Schweißgeräte, Biegewerkzeuge, Gewindeschneider und arbeiten an computergesteuerten Dreh-, Fräs- und Zerspanungsmaschinen. Zum Herstellen elektrischer und mechanischer Verbindungen verwenden sie Löt- und Schweißgeräte, Klemmen, Schraubenzieher und elektronische Mess- und Prüfgeräte zur Prüfung der Anlagen und zum Aufsuchen von Störungen.

MechatronikerInnen für Medizingerätetechnik arbeiten in Konstruktionsbüros, Labors, Werkstätten und Fertigungshallen von Gewerbe- und Industriebetrieben der IT- und Medizingerätebranche. Bei Montagen, Wartungs- und Servicearbeiten sind sie an wechselnden Arbeitsorten bei ihren Kundinnen und Kunden im Einsatz - vorwiegend in Krankenhäusern, Spitälern, Arztpraxen oder Rehabilitationszentren.

Sie arbeiten im Team mit BerufskollegInnen, Vorgesetzten und weiteren Fachkräften aus den genannten Branchen und allgemein der Produktion und Entwicklung, siehe z. B. MedizintechnikerIn, MaschinenbautechnikerIn, Elektrotechnik (Modullehrberuf), Prozesstechnik (Lehrberuf), ProduktionsleiterIn, VerfahrenstechnikerIn. Bei Installations- und Servicearbeiten bei Kundinnen und Kunden haben sie Kontakt zu medizinischen Fachkräften und Pflegepersonal.

  • Geräte und Systeme der Medizingerätetechnik aufbauen, in Betrieb nehmen und prüfen
  • Rehabilitationstechnik, für OP- und Dentaltechnik, für Röntgen-, Nuklear- und Elektromedizin, für Rehabilitationstechnik, für OP- und Dentaltechnik, aufbauen, einstellen, in Betrieb nehmen, warten und reparieren
  • Geräte der Intensivmedizin (z. B. Kreislauf- & Lungenfunktionsdiagnostik,  Dialyse, Infusionstechnik, Beatmungstechnik,  Narkose, Ultraschall) einstellen warten und reparieren
  • Computer- und Softwaresysteme der Medizintechnik programmieren und konfigurieren
  • Fehler, Mängel und Störungen an medizintechnischen Geräten und Systemen systematisch aufsuchen, eingrenzen und beseitigen
  • sicherheitstechnische Prüfungen (STK) und messtechnische Kontrollen (MTK) gemäß der Medizinproduktebetreiberverordnung (MPBV) durchführen und dokumentieren
  • Geräte der Elektromedizin (EKG, EEG, Reizstromtherapie/Elektrostimulation) aufbauen, einstellen und betreuen
  • Röntgenanlagen sowie Geräte der  Magnetresonanztomographie (MR) und  Computertomographie (CT) aufstellen, programmieren und betreuen
  • für den erforderlichen Strahlenschutz und die Einhaltung aller Sicherheitsstandards sorgen
  • Geräte und Systeme der Rehabilitationstechnik und Hauskrankenpflege herstellen, warten und reparieren
  • Prozessplanung und Arbeitsplanung durchführen: Arbeitsschritte, Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden festlegen
  • technischen Unterlagen wie Skizzen, Zeichnungen, Schaltplänen, Bedienungsanleitungen usw. lesen und anwenden
  • Skizzen und technische Zeichnungen sowie Schaltpläne auch unter Verwendung rechnergestützter Systeme und spezieller Computerprogramme (z. B.  CAD - Computer Aided Design) anfertigen
  • Gesetze, Normen und Vorschriften wie z. B. das Medizinproduktegesetz kennen
  • Qualitätsmanagement und Qualitätskontrolle
  • Kunden und Kundinnen informieren und beraten und in die medizintechnischen Geräte, Systeme und Anlagen einweisen
  • Gewerbe und Industriebetriebe der Medizingerätetechnik

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