NachhaltigkeitsmanagerIn

Andere Bezeichnung(en): Sustainability-ManagerIn

 

Berufsbeschreibung

NachhaltigkeitsmanagerInnen sind in Unternehmen und Organisationen tätig, die viel Wert auf eine nachhaltige Unternehmensführung und ein nachhaltiges Erscheinungsbild des Unternehmens in der Gesellschaft legen. Sie versuchen die ökologische, ökonomische und soziale Leistungsfähigkeit ihres Unternehmens sicherzustellen und zu verbessern. Das bedeutet, dass Sie versuchen Aspekte des Umweltschutzes und der gesellschaftlichen Verantwortung mit den wirtschaftlichen Zielen des Unternehmens in Einklang zu bringen und in den Unternehmensstrategien zu verankern.

NachhaltigkeitsmanagerInnen haben oft leitende Positionen in einem Unternehmen inne und planen Strategien und Konzepte zur Herstellung oder Steigerung der Nachhaltigkeit im unternehmerischen Handeln (z. B. Ausrichtung des eigenen Unternehmens auf die Zukunft), in der Umwelt (z. B. Umstieg auf erneuerbare Energien) und im sozialen Bereich (z. B. das Unternehmen als einen familienfreundlichen Betrieb ausrichten). Sie organisieren die nötigen Maßnahmen dazu, führen ihr Team und kontrollieren am Ende das Ergebnis. Viele solcher Strategien und Konzepte werden aus den Bereichen  Marketing,  Werbung, Öffentlichkeitsarbeit usw. übernommen.

Nachhaltigkeit ist heute in den Strategien vieler Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Unternehmen werden zunehmend daran gemessen, ob und wie sie die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung verfolgen. Das bedeutet, dass Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich sind, gleichzeitig aber Umwelt und Gesellschaft fördern oder zumindest nicht negativ beeinflussen. Dadurch sollen die Bedürfnisse der jetzigen Generation befriedigt und künftige Generationen in ihren Möglichkeiten nicht gefährdet werden. Diese nachhaltige Entwicklung ist zusammen mit der unternehmerischen und sozialen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft ( Corporate Social Responsibility) die wesentliche Aufgabe des Nachhaltigkeitsmanagements.

NachhaltigkeitsmanagerInnen stehen dabei vor der Herausforderung, den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens durch wirtschaftlichen Erfolg zu sichern und gleichzeitig negative Einflüsse auf die Umwelt und Gesellschaft möglichst zu reduzieren: z. B. Energie- und Ressourcenverbrauch, Luft-, Lärm- und Wasserverschmutzung, Abfall usw.

NachhaltigkeitsmanagerInnen beraten die Unternehmensführung oder sind selbst in leitenden Positionen in einem Unternehmen oder einer Organisation tätig. Ihr Ziel ist es eine Nachhaltigkeitsstrategie für das jeweilige Unternehmen zu entwickeln und die drei Säulen der Nachhaltigkeit abzudecken: die Verantwortung gegenüber den Kundinnen und Kunden, der Gesellschaft und der Umwelt. Dazu führen NachhaltigkeitsmanagerInnen moderne Konzepte und Instrumente aus dem Nachhaltigkeitsmanagement in das Unternehmen ein, um die sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekte zu verbessern (z. B. Optimieren des Stromverbrauchs, Verwenden von erneuerbarer Energie, Beachtung von Material- und Stoffkreisläufen und dergleichen mehr).

NachhaltigkeitsmanagerIn führen in regelmäßigen Abständen Meetings durch, um sich mit ihren MitarbeiterInnen und KollegInnen zu besprechen. Sie entwickeln und präsentieren Optimierungs- und Verbesserungsvorschläge und kontrollieren im Zuge des Nachhaltigkeitscontrollings die Umsetzung und Erfolge dieser Maßnahmen.
Externe Kommunikation erfolgt oft mittels Nachhaltigkeitsberichten, in denen die Tätigkeiten und Leistungen des Unternehmens im Hinblick auf nachhaltige Entwicklung dargestellt werden (z. B. Reduzierung des Abfalls und des Materialeinsatzes durch Optimierung der Materialkreisläufe, Energieeinsparungen, Einsatz von Bio- und „fair trade“-Produktion in Handelsbetrieben oder im sozialen Bereich gesundheitsfördernde Maßnahmen für MitarbeiterInnen). Diese Berichte werden von NachhaltigkeitsmanagerInnen erstellt und veröffentlicht und können somit auch die öffentliche Meinung über ein Unternehmen beeinflussen.

Computer und Laptops sind die Hauptwerkzeuge von NachhaltigkeitsmanagerInnen. Sie verwenden ebenso Drucker,  Scanner, Fax- und Kopiergeräte. Fachbücher und Fachliteratur über  Marketing, Management und Nachhaltigkeit gehören ebenfalls zu ihrer Grundausrüstung. Aktuelle Studien, Kennzahlen und Berichte über Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt werden von NachhaltigkeitsmanagerInnen herangezogen, um das Unternehmen in seiner Nachhaltigkeit stets weiterentwickeln zu können. Bei Meetings und Präsentationen verwenden sie Präsentationsprogramme (z. B. Power Point), Beamer und Flipcharts. Sie kommunizieren mit Telefon, Smartphones, Video- und Internettelefonie, per E-Mail und Messanger und verwenden Social Media Anwendungen.

NachhaltigkeitsmanagerInnen arbeiten vorwiegend in modern ausgestatteten Büros und halten Meetings in Besprechungs- und Konferenzräumen ab. In Produktionsbetrieben sind sie auch direkt in den Werkstätten und Produktionshallen oder vor Ort auf Baustellen tätig. Sie arbeiten eng mit Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichsten Unternehmensabteilungen zusammen, etwa aus dem  Marketing,  Controlling, Personalabteilung, Produktionsplanung und -entwicklung sowie mit der Unternehmensführung. Unter Umständen haben sie auch Kontakt zu Geschäftspartner und Kundinnen und Kunden. Außerdem halten sie Kontakt mit Behörden, Umweltschutzorganisationen, LobbyistInnen und den  Medien und besuchen internationale Tagungen, Konferenzen und Messen mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen.

NachhaltigkeitsmanagerInnen werden in ihrer Abteilung von AssistentInnen und Bürofachkräften unterstützt.

  • Mitarbeitermeetings abhalten und leiten
  • interne und externe Kommunikation
  • betriebliche Abläufe und Prozesse planen, organisieren, steuern und kontrollieren
  • Nachhaltigkeitsberichte erstellen und überprüfen
  • Nachhaltigkeitsstrategien entwickeln und planen
  • Nachhaltigkeitsstrategien in Managementprozesse implementieren
  • Finanzierungs- und Investitionspläne erstellen
  • Aufgaben an MitarbeiterInnen weitergeben und verteilen
  • aktuelle Studien, Kennzahlen und Berichte der Wirtschaft lesen, interpretieren und als Grundlage für weitere Vorgangsweisen heranziehen
  • Kontakte zu Umweltschutzorganisation, Energie- und Abfallwirtschaftsverbände, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen im Bereich Nachhaltigkeit pflegen
  • an Besprechungen und Meetings teilnehmen
  • Lobbying betreiben

Unternehmen, Organisationen und Institutionen mit aktivem Nachhaltigkeitsmanagement in allen Wirtschaftsbereichen: z. B.

  • Banken und Versicherungen
  • Energieversorgungsunternehmen
  • Industrie- und Gewerbebetrieben
  • Handels-, Tourismus- und andere Dienstleistungsunternehmen
  • Öffentliche Einrichtungen (Ministerien, Behörden)

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Corporate Social Responsibility Marketing Ökologie Ökonomie Werbung

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