QualitätssicherungstechnikerIn

Andere Bezeichnung(en): QualitätskontrollorIn, IngenieurIn (Qualitätssicherung), Produktions- und QualitätsmanagerIn, QualitätsingenieurIn (m./w.)

 

Berufsbeschreibung

QualitätssicherungstechnikerInnen arbeiten in Industrie- und Gewerbebetrieben aller Wirtschaftszweige und Branchen, aber auch in Dienstleistungsbetrieben. Sie sind für die Eingangs-, Zwischen-, Fertigungs- und Endkontrolle von Produkten, Rohstoffen und Materialien zuständig und stellen dadurch sicher, dass während des gesamten Produktionsprozesses bestimmte Qualitäts- und Sicherheitsstandards eingehalten werden. Zu diesem Zweck entnehmen sie laufend Proben und werten sie mit verschiedenen Mess- und Prüfgeräten aus. QualitätssicherungstechnikerInnen arbeiten eigenständig sowie im Team mit verschiedenen Fach- und Hilfskräften und stehen in engem Kontakt mit dem Management und der Produktionsleitung.

QualitätssicherungstechnikerInnen kontrollieren und prüfen die festgelegte Produktqualität in allen Stufen der Produktion, angefangen von den eingesetzten Rohstoffen und Materialien bis hin zum fertigen Endprodukt. Dazu erarbeiten sie Qualitätsstandards und Normen und erstellen Prüfpläne für die Zwischen- und Endkontrolle der Produkte sowie für deren Komponenten und Zulieferteilen. Während der Produktion entnehmen sie laufend Proben und Stichprobenmengen.

Im Prüflabor und auf Testständen führen sie verschiedene Messungen und Tests an den Materialien und Produkten durch. Dabei wenden sie optische, mechanische und elektrische Prüf- und Messverfahren an, z. B. prüfen sie die Dichte von Materialien, die Bruchfestigkeit von Bauteilen, die Reißfestigkeit von Textilien, das Aussehen, den Geschmack und die Konsistenz von Lebensmitteln, das Füllgewicht von Packungsinhalten, die Härte und Biegsamkeit von Karosseriebauteilen und testen Maschinenteile, elektronische Produkte oder Computerkomponenten unter Dauerbelastung. Anschließend dokumentieren sie die Ergebnisse und verfassen Prüfberichte und Protokolle. Wenn die Rohstoff-, Material- oder Produktproben nicht den Qualitätsstandards genügen, veranlassen sie dementsprechende Maßnahmen und Verbesserungen. Sie führen weiters Informationsveranstaltungen und Schulungen für MitarbeiterInnen des Betriebes durch und stehen in engem Kontakt und Austausch mit dem Management und der Produktionsleitung.

QualitätssicherungstechnikerInnen arbeiten mit Rohstoffen, Werkstoffen und Materialien aller Art wie z. B. Metall, Stahl,  Keramik, Glas, Holz, Kunststoffe, Naturfasern, Lebensmitteln sowie mit den verschiedensten Halb- und Fertigprodukten, Bau- und Zulieferteilen. Für die Qualitätsprüfung setzen sie verschiedene Werkzeuge und Mess- und Prüfgeräte ein, wie z. B. Schneide-, Schleif-, Ätz- und Poliergeräte, Mikroskope, Röntgen- und Ultraschall sowie  Chemikalien und Indikatoren. Zur Auswertung der Testergebnisse arbeiten sie mit Computer und Laptops. Außerdem verwenden sie technische Unterlagen, Material- und Stücklisten, Norm- und Prüfpläne sowie Prüfprotokolle.

QualitätssicherungstechnikerInnen arbeiten in Büros, Labors, Werkstätten und Produktionshallen von Industrie- und Gewerbebetrieben aller Branchen, zunehmend aber auch in Dienstleistungsbetrieben. Sie arbeiten eigenständig sowie im Team mit verschiedenen Fach- und Hilfskräften, siehe z. B.: MaschinenbedienerIn, Prozesstechnik (Lehrberuf), ProduktionsleiterIn, WerkstofftechnikerIn, Werkstofftechnik (Modullehrberuf) und stehen in engem Kontakt und Austausch mit dem Management und der Produktionsleitung.

  • Qualitätssicherungsmaßnahmen durchführen
  • laufend Proben von Rohstoffen, Materialien, Halbfertig- und Endprodukten sowie von Zulieferteilen entnehmen
  • technische Normen, Qualitäts- und Sicherheitsstandards entwickeln und definieren
  • Prüfpläne erstellen
  • Messungen und Tests planen, organisieren und durchführen
  • mechanische, chemische und physikalische Messverfahren an den Proben durchführen, z. B.:
    • Zug-, Dehn-, Druck- und Zerreißproben durchführen
    • metallographische Verfahren (z. B. Röntgen, Ultraschall) durchführen
    • chemische Verfahren mittels Säuren, Lösungen, Indikatoren und Mikroskopen durchführen
  • Testergebnisse protokollieren und auswerten und dokumentieren
  • Prüfberichte erstellen, Ergebnisse in Form von Tabellen, Diagrammen, Grafiken darstellen und präsentieren
  • Ergebnisse mit dem Management und der Produktionsleitung besprechen, Verbesserungen planen und einführen
  • Zertifizierungen (Prüfbescheinigung) durchführen
  • Materialien und Rohstoffe, Produkte und Zulieferteile, die nicht den Qualitäts- und Sicherheitsstandards entsprechen, aus dem Verkehr ziehen
  • Schulungen und Informationsveranstaltungen für MitarbeiterInnen durchführen

Industrie- und Gewerbebetriebe aller Wirtschaftszweige und Branchen, z. B.:

  • Chemie, Pharmazie, Kunststoff
  • Elektrotechnik, Elektronik
  • Maschinen- und Fahrzeugbau
  • Glas,  Keramik, Holz, Möbel
  • IT
  • Metall, Maschinenbau, Feinmechanik, Optik
  • Nahrungs-, Genussmittelherstellung
  • Papier, Druck

Dienstleistungsbetriebe wie z. B. Banken, Versicherungen und Handelsbetriebe

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 CAQ Qualitätsmanagement Zertifizierung

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