ZoologIn

Berufsbeschreibung

ZoologInnen erforschen und studieren Tiere, angefangen von  Bakterien, Mikroorganismen und Einzellern bis zu hin den großen Säugetieren. Sie befassen sich mit dem Körperbau, den Lebensformen und Verhaltensweisen von Tieren, erkunden ihre Entwicklungsgeschichte und teilen die Tiere in eine umfassende Systematik ein. Sie erforschen die Tiere in der freien Natur ebenso wie im Labor, halten ihre Erkenntnisse schriftlich fest und veröffentlichen sie in Fachzeitschriften. ZoologInnen sind in zoologischen Gärten, Tierparks, in naturhistorischen Museen oder an Universitäten beschäftigt. Sie arbeiten mit BerufskollegInnen und ForscherInnen verschiedener Disziplinen und mit AssistentInnen und Hilfskräften zusammen.

Die  Zoologie ist ein Teilgebiet der Biologie und heißt soviel wie "die Lehre von den Tieren". ZoologInnen betreiben Feldforschung (Forschung in der Natur) oder halten Tiere zu Forschungszwecken im Labor. Sie dokumentieren ihre Untersuchungen, halten Vorträge und publizieren neue Erkenntnisse in Fachjournalen. In naturhistorischen Museen sind sie für die Sammlung, Präparation und fachgerechte Ausstellung von seltenen oder ausgestorbenen Tierarten zuständig. Sie untersuchen die äußere Gestalt von Tieren (Morphologie) und teilen die Tiere in ein System von Klassen und Ordnungsbegriffen (Ober- und Unterbegriffe) ein. So werden z. B. die Oberklassen Säugetiere, Reptilien, Fische, Insekten in weitere Klassen und Subkategorien eingeteilt, (z. B. Insekt - Schmetterling - Zitronenfalter - Zitronenfalter/Westsahara), sodass jedes Tier in dieses Ordnungssystem (Topologie) eingeordnet werden kann.

ZoologInnen befassen sich weiters mit der Funktionsweise von tierischen Körpern und betreiben Verhaltensforschung, d. h. in Feldbeobachtungen oder Experimenten erforschen sie die Verhaltensweisen der Tiere und erkunden die Wechselbeziehungen zwischen artverwandten Tieren oder zwischen tierischen Organismen und ihrer Umwelt. Im Fachzweig "Evolutionslehre" gehen ZoologInnen Fragen der Abstammung und der Artentwicklung nach.

ZoologInnen sind in leitenden Funktionen (z. B. DirektorInnen) in zoologischen Gärten, Tierparks oder Aquarien tätig. Sie sind für die artgerechte Haltung und Fütterung der Tiere verantwortlich, sie überwachen den Gesundheitszustand der Tiere und wirken bei der Konzeption und Planung von tiergärtnerischen Anlagen mit. Als Vorgesetzte teilen sie MitarbeiterInnen und Aufgaben ein, erteilen Anweisungen und sind mit Aufgaben der Verwaltung und Betriebsführung befasst.

ZoologInnen arbeiten mit wissenschaftlichen Instrumenten und Laborgeräten, mit Handbüchern, Lexika, Fachliteratur, Listen, Protokollen, Journalen, Forschungstagebüchern, Computern und Büroausstattung (Fax, Drucker,  Scanner, Telefone). Bei Feldforschungen setzen sie Zelte und Campingausrüstung ein, Geländewägen, Kameras, Fotoapparate, Ferngläser,  GPS (satellitengesteuerte Navigationssysteme), Karten usw.

ZoologInnen arbeiten in den Räumlichkeiten und Labors von zoologischen Gärten, Tierparks, naturhistorischen Museen oder von zoologischen Universitätsinstituten sowie bei Feldforschungen im Freien, in Tierparks, Naturreservaten, mitunter auch in sehr abgelegenen Gebieten. Sie arbeiten im Team mit AssistentInnen und Hilfskräften und stehen in Kontakt mit anderen WissenschafterInnen, z. B. aus den Bereichen der Biologie,  Mikrobiologie, Gentechnik oder Medizin (siehe z. B.: Biologe/Biologin, Mikrobiologe/Mikrobiologin, ChemikerIn, Biotechnologe/Biotechnologin).

  • Forschungsprojekte planen und durchführen
  • Feldbeobachtungen oder Laboruntersuchungen planen und durchführen; Messungen, Untersuchungen, Analysen erstellen, Ergebnisse protokollieren
  • Untersuchungen an Tieren, Mikroorganismen oder Zellkulturen durchführen, Gewebeproben entnehmen
  • Forschungsberichte auswerten und veröffentlichen, Fachberichte erstellen, wissenschaftliche Fragen und Probleme erörtern
  • an Fachkongressen und Tagungen teilnehmen, Vorträge halten
  • Dokumente, Forschungsarchive, Sammlungen führen
  • Lehrveranstaltungen vorbereiten und abhalten, Studierende betreuen
  • AssistentInnen und MitarbeiterInnen einteilen, koordinieren und anweisen
  • Ordner, Mappen, Listen, Protokolle, Forschungstagebücher führen, Fachliteratur lesen
  • Universitäten (Lehre und Forschung), Bundesanstalten
  • naturkundliche Museen, naturhistorische Museen
  • zoologische Gärten, Tierparks, Aquarien, Naturreservate

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Demökologie DNA Evolutionstheorie Genforschung Mikromorphologie Ozeanografie Populationsgenetik Taxonomie Zytogenetik

Whatchado Video-Interviews: