SchwarzdeckerIn

Berufsbeschreibung

SchwarzdeckerInnen arbeiten in Hoch- und Tiefbaubetrieben. Zu ihren Aufgaben gehört es, Dächer (z. B. Flachdächer), Tunnelwände oder Brücken- und Straßenbeläge abzudecken und zu isolieren, wobei sie hauptsächlich den Werkstoff  Bitumen einsetzen (daher auch die Bezeichnung "SchwarzdeckerIn", da  Bitumen schwarz ist). SchwarzdeckerInnen verwenden bei ihrer Arbeit spezielle, industriell vorgefertigte Bitumenbahnen oder tragen das  Bitumen direkt auf. Dann erhitzen sie das  Bitumen in einem Kocher, streichen es auf die zu behandelnde Fläche und verkleben darauf mehrere Bahnen von z. B.  Pappe, Kunststoff oder Aluminium. Sie arbeiten unter den Anweisungen von PolierInnen und BauleiterInnen mit anderen Fach- und Hilfskräften zusammen.

SchwarzdeckerInnen verarbeiten  Bitumen für die Herstellung von Abdeckungen.  Bitumen ist eine aus Erdöl gewonnene Masse, die sich sehr gut als Abdichtung und Isoliermaterial eignet. Zur Herstellung der verschiedenen Abdeckungen verwenden sie meist industriell gefertigte Bitumenbahnen (z. B. Rohpappe, Kunststoffvliese oder Aluminiumfolien, auf die beidseitig  Bitumen aufgebracht wurde), die sie in Tunnelwänden oder auf Brücken und Straßen anbringen. Über die Bitumenschichten werden dann von anderen Fachkräften  Beton- oder Asphaltbeläge angebracht.

Ebenso dichten SchwarzdeckerInnen Flachdächer gegen eindringendes Wasser ab, indem sie die Bitumenschicht gleichmäßig verteilen und die Oberfläche mit einer Kieselschicht schützen. Mit dieser vollkommen wasserdichten Abdeckung können ebene Dächer (Flachdächer) gegen eindringendes Wasser geschützt werden. Mitunter tragen die SchwarzdeckerInnen das  Bitumen direkt auf. Dafür erhitzen sie das  Bitumen in einem Kocher, streichen es auf die zu behandelnde Fläche und legen darauf mehrere Bahnen von z. B.  Pappe, Kunststoff oder Aluminium, die sie mit dem Heißbitumen hohlraumfrei verkleben.

SchwarzdeckerInnen arbeiten mit unterschiedlichen Materialien wie z. B.  Pappe, Kunststoffvliese, Aluminiumfolien,  Bitumen und  Beton. Sie bauen Arbeits- und Sicherheitsgerüste auf, bedienen Seilwinden und Schrägaufzüge und setzen Handwerkzeuge und Geräte wie Dach- und Schieferdeckerwerkzeuge, Hämmer, Trennfräse, Stichsäge, Zangen, Blechscheren und Markier- und Messwerkzeuge ein. Sie hantieren mit Dämm- und Isoliermaterialien und Gasbrennern. SchwarzdeckerInnen tragen Schutzhelme und andere Schutzkleidung. Bei der Arbeit in größeren Höhen legen sie auch Sicherungsgurte und -seile an.

SchwarzdeckerInnen arbeiten auf Baustellen für Betriebe des Dachdeckergewerbes oder große Bauunternehmen. Sie arbeiten im Team mit BerufskollegInnen und haben Kontakt zu anderen Fach- und Hilfskräften des Bauwesens, siehe z. B. Zimmerei (Lehrberuf), SpenglerIn (Lehrberuf), MaurerIn (Lehrberuf).

SchwarzdeckerInnen arbeiten meist im Freien und oft in großer Höhe. Schwindelfreiheit und Witterungsunempfindlichkeit sind daher wichtige Voraussetzungen für diesen Beruf.

  • Baustellen einrichten und absichern (z. B. Warntafeln, Absperrungen, Dachgerüste aufstellen, Gerüste mit Netzen einkleiden)
  • Dachaufzüge und Kräne aufstellen
  • alte Dachflächen abtragen
  • Bitumenabdeckungen und anderen Bauwerksabdichtungen aufbringen (z. B. Holzfaser, Styropor)
  • Trenn- und Ausgleichsschichten aus  Bitumen herstellen
  • Dampfsperren und Dampfdruckausgleichsschichten einbauen
  • Wärmedämmungen z. B. Schaumstoffdämmungen einbauen; Dehnungsfugen berücksichtigen
  • Dachbahnen und -platten aufbringen (z. B. Bitumenbahnen, Flüssigkunststoffe)
  • Abdeckbahnen verkleben und verschweißen
  • Oberflächenschutz anbringen (z. B. Kiesschüttungen, Plattenbeläge)
  • Wasserableitungseinrichtungen einbauen (Entwässerungsrinnen, Fallrohre, Dachgullys)
  • bei Dächern Blitzableiter einbauen
  • Hochbauunternehmen (Gebäudebau und Althaussanierung)
  • Tiefbauunternehmen (Straßen-, Brücken-, Tunnelbau)
  • Dachdeckergewerbebetriebe

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Beton Bitumen Stahlbeton