ReligionslehrerIn (an Höherbildenden Schulen)

Berufsbeschreibung

ReligionslehrerInnen (an Höherbildenden Schulen) sind ausgebildet als LehrerIn für die Sekundarstufe - Allgemeinbildung mit dem Ausbildungsschwerpunkt Religion. Sie unterrichten das Fach Religion an Schulen der  Sekundarstufe entsprechend ihrer jeweiligen Religion bzw.  Konfession. In ihrem Unterricht lehren sie wesentliche Glaubensinhalte und geben den SchülerInnen Einblick in verschiedene religiöse und ethische Themen. Neben konkretem Wissen vermitteln ReligionslehrerInnen auch soziale Kompetenzen und leisten Erziehungsarbeit. Ferner organisieren sie Exkursionen, Feste und andere Aktivitäten und stehen in Kontakt mit den Erziehungsberechtigten.

ReligionslehrerInnen (an Höherbildenden Schulen) unterrichten nach den aktuellen Lehrplänen wichtige Glaubensinhalte ihrer Religion bzw.  Konfession und Inhalte verschiedener religiöser Themen. Neben der Wissensvermittlung steht die Beschäftigung mit ethischen und gesellschaftlichen Themen im Mittelpunkt des Unterrichts. Dadurch bieten ReligionslehrerInnen den SchülerInnen Möglichkeiten der persönlichen Orientierung und Sinnfindung und stellen einen Raum zur Verfügung, in dem die Fähigkeit zu Toleranz, Verständigung und  Solidarität erprobt werden kann.

ReligionslehrerInnen (an Höherbildenden Schulen) fördern auch soziale Kompetenzen wie Kommunikationsvermögen, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein der SchülerInnen und leiten sie zu selbstständigem und kritischem Denken an. Es findet Religionsunterricht für die unterschiedlichen christlichen Konfessionen ebenso statt wie islamischer und jüdischer Religionsunterricht.

ReligionslehrerInnen (an Höherbildenden Schulen) bereiten den Unterricht durch die Auswahl geeigneter didaktischer Methoden und entsprechender Unterrichtsmaterialien und -medien (Schulbücher, Lehrfilme, DVDs, CD-Roms, aktuelle Publikationen, Internetrecherche etc.) vor. Sie vermitteln den Lehrstoff entsprechend den geltenden Lehrplänen und dem Wissensstand der SchülerInnen und nehmen auf aktuelle, kulturelle und gesellschaftspolitische Problemstellungen Bezug.

ReligionslehrerInnen (an Höherbildenden Schulen) beobachten das Verhalten und die Mitarbeit der SchülerInnen im Unterricht sowie die Leistung bei schriftlichen oder mündlichen Arbeiten wie Referaten oder Tests und führen Aufzeichnungen darüber. So erhalten sie einerseits ein Gesamtbild über das erworbene Wissen und andererseits über die Interessen, Talente und Fähigkeiten, aber auch Schwächen der einzelnen SchülerInnen.

Ergänzend zum Unterricht erstellen ReligionslehrerInnen (an Höherbildenden Schulen) lang- und kurzfristige Planungen für ihre Schulstunden, verwalten Unterrichtsmittel und Bibliotheken, planen Exkursionen, Feste oder andere Aktivitäten und führen diese durch und betreiben Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem nehmen sie an Konferenzen ihrer Schule und an Fortbildungsveranstaltungen teil und beraten Erziehungsberechtigte in pädagogischen Belangen im Rahmen von Elternabenden, Sprechstunden oder Sprechtagen. Sie übernehmen gegebenenfalls auch Sonderaufgaben, etwa als VertrauenslehrerInnen oder Schüler- und BildungsberaterInnen, wozu sie aber meist eine Zusatzausbildung bzw. Schwerpunktsetzung während der Ausbildung benötigen.

ReligionslehrerInnen (an Höherbildenden Schulen) arbeiten eng mit Kindern und Jugendlichen zusammen und haben daher eine nicht zu unterschätzende Vorbildwirkung. Deshalb ist es wichtig, dass sie Handlungen und Aussagen überlegt einsetzen und auf ein gepflegtes Erscheinungsbild und eine gepflegte Sprache achten.

ReligionslehrerInnen (an Höherbildenden Schulen) verwenden verschiedene Unterlagen und Lehrmittel wie z. B. Schulbücher, eigene Ausarbeitungen, Texte, Artikel, Lexika, Filme, CDs, DVDs. Außerdem setzen sie Computer und Internet ein. Sie führen Klassenbücher und Aufzeichnungen über ihre SchülerInnen.

ReligionslehrerInnen (an Höherbildenden Schulen) arbeiten in den Klassenzimmern und Konferenzräumen der Schule, an der sie tätig sind. Sie unterrichten Kinder und Jugendliche in der  Sekundarstufe von der 5. bis zur 13. Schulstufe. Gegebenenfalls arbeiten sie im Unterricht mit BerufskollegInnen bzw. im Schulgemeinschaftsausschuss mit anderen LehrerInnen, SchülerInnenvertreter und ElternvertreterInnen zusammen. Weiters haben sie Kontakt mit den Erziehungsberechtigten ihrer SchülerInnen sowie mit MitarbeiterInnen der Schulverwaltung, SchulpsychologInnen (siehe ReligionslehrerIn (Pflichtschulen)), SozialpädagogInnen (siehe Sozialpädagoge/Sozialpädagogin), KollegInnen im Unterricht (siehe BegleitlehrerIn/IntegrationslehrerIn) oder Jugendämtern und anderen sozialen Einrichtungen.

  • unterrichten, d. h. die didaktisch aufbereiteten Fachinhalte vermitteln, die SchülerInnen zur kritischen Auseinandersetzung mit den Inhalten anleiten und motivieren
  • den Unterricht im Rahmen des vorgegebenen Lehrplanes planen, die Unterrichtsmethoden und -materialien auswählen
  • den ausgewählten Unterrichtsstoff und die benötigten Unterrichtsmaterialien auf- und vorbereiten, die Unterrichtseinheiten vor- und nachbereiten
  • die Kinder und Jugendliche individuell fördern
  • Tests, Wiederholungen und Prüfungen erstellen, korrigieren und besprechen
  • SchülerInnenleistungen und -verhalten laufend beobachten und Aufzeichnungen darüber führen
  • Zeugnisse ausstellen bzw. verbale Beurteilungen formulieren
  • den Unterricht evaluieren
  • Projekte, Lehrausgänge, Feste etc. organisieren und durchführen
  • Kontakte zu den Erziehungsberechtigten pflegen (Sprechstunden, Sprechtage, Elternabende)
  • administrative Tätigkeiten, wie z. B. Klassenbücher führen und SchülerInnendaten verwalten
  • an Konferenzen und Besprechungen teilnehmen
  • in der Öffentlichkeitsarbeit und an der Schulentwicklung mitarbeiten

Schulen der  Sekundarstufe II:

  • Allgemeinbildende Höhere Schulen (AHS)
  • Berufsbildende Höhere Schulen (BMS, BHS)

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Ethik Exkursion Haddsch Jom Kippur Konfession Pädagogik Solidarität