WagnerIn (Lehrberuf) - Lehrzeit: 3 Jahre

Berufsbeschreibung

WagnerInnen stellen Transport- und Beförderungsmittel (z. B. Leiterwagen, Fuhrwerke, Schlitten, Handwagen) landwirtschaftliche Geräte (z. B. Leitern, Rechen, Gabeln) oder Gartenmöbel aus Holz her und reparieren diese. Ein Großteil der ehemals von WagnerInnen hergestellten Produkte wird mittlerweile nur noch maschinell in Industriebetrieben erzeugt. WagnerInnen bearbeiten ihre Werkstücke mit verschiedenen Werkzeugen, Maschinen und Geräten (Bohrer, Sägen, Hobel etc.). Sie arbeiten vorwiegend in kleinen handwerklichen Betrieben mit BerufskollegInnen und anderen Fach- und Hilfskräften zusammen.

WagnerInnen stellen Transport- und Beförderungsmittel, landwirtschaftliche Geräte sowie Gartenmöbel aus Holz her, warten und reparieren diese. Zu ihren Produkten zählen Leiterwagen, Handwagen, Schlitten, Leitern, Rechen, Heugabeln aber auch Treppen, Balkone aus Holz oder Gartenmöbel. Sie arbeiten nach technischen Angaben und Plänen und fertigen Werkzeichnungen selbst an. Sie berechnen die erforderliche Belastbarkeit und die Stärke von Achsen, Rädern, Kufen oder Balken. Dann wählen sie die Materialien (verschiedene Hölzer) und Hilfsmittel (Metallringe, Schrauben, Nieten, Nägel etc.) aus und fertigen das Werkstück unter Anwendung verschiedener holzbearbeitender Verfahren wie Sägen, Schneiden, Bohren, Fräsen, Hobeln oder Schleifen.

Für Rodelkufen oder gebogene Holzteile müssen ausschließlich astfreie, zähe Hölzer verwendet werden. Die WagnerInnen machen die zugeschnittenen Holzteile über Wasserdampf biegsam und spannen sie mit Schraubzwingen in die gewünschte Form. Nach vollständiger Durchtrocknung verarbeiten sie diese Teile dann zu Schlitten, Rädern oder Gabeln weiter.

Die WagnerInnen verbinden die Werkstücke mit verschiedenen Arten von Holzverbindungen wie z. B. Verzapfen, Verzahnen, Verleimen oder Verschrauben. Am fertigen Werkstück führen sie Oberflächenbehandlungen (z. B. Beizen, Lackieren oder Versiegeln) durch.

WagnerInnen arbeiten mit manuellen oder automatischen holzbearbeitenden Maschinen und Handwerkzeugen wie z. B. Sägen (Band- und Kreissägen, Handsägen), Bohr-, Fräs-, Hobel- und Schleifmaschinen oder Handbohrern, Handhobeln, Feilen, Schnitzereimesser, Stemmeisen, Schraubzwingen. Sie verwenden Hilfsstoffe wie Schrauben, Holzschrauben, Leime, Lacke, Imprägnier- und Beizmittel, Metallringe, Nägel und lesen Konstruktionszeichnungen oder fertigen diese selbst an.

WagnerInnen arbeiten in Werkstätten mit verschiedenen Fach- und Hilfskräften zusammen, siehe z. B. Tischlerei (Lehrberuf), DrechslerIn (Lehrberuf). In kleinen und mittleren Betrieben haben sie auch häufig Kontakt zu KundInnen.

  • Werkzeichnungen anfertigen
  • die erforderliche Belastbarkeit und Stärke von Achsen, Rädern oder Rodelkufen berechnen
  • die benötigten Hölzer und Materialien auswählen
  • die Einzelteile entsprechend der Werkzeichnung mit Band- und Kreissägen zuschneiden
  • die Werkstücke unter Anwendung verschiedener holzverarbeitender Verfahren wie z. B. Bohren, Hobeln, Sägen, Fräsen, Feilen, Nageln herstellen
  • die Werkteile durch verschiedene Arten von Holzverbindungen (z. B. Verzapfen, Verzahnen, Verleimen oder Verschrauben) verbinden
  • alle vorgefertigten Einzelteile zum fertigen Werkstück zusammensetzen
  • die Teile mit Hobel- und Schleifmaschinen glätten
  • Späne und Verunreinigungen beseitigen
  • Oberflächenbehandlungen durchführen, z. B. Glattschleifen,  Imprägnieren, Lackieren, Beizen
  • Werkzeuge, Maschinen und Geräte reinigen und warten
  • kleine handwerkliche Wagnerbetriebe (vorwiegend im ländlichen Raum)
  • Kunsthandwerksbetriebe
  • holzbe- und verarbeitende Gewerbe- und Industriebetriebe

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