User Experience Designer*in (UX-Designer*in)

Andere Bezeichnung(en): UX-Designer*in

Berufsbeschreibung

User Experience Designer*innen (UX-Designer*innen) entwickeln Konzepte für positive Kundenerlebnisse ( User Experience (UX)), während und nach dem (Online-)Kauf von Produkten oder beim Nutzen von Webangeboten. Sie konzipieren u. a. Apps, Websites, Online-Services und digitale Elemente, z. B. für das Internet, mit dem Ziel, alle Prozesse von der Suche nach einem Produkt, über dessen Nutzung bis zur  Entsorgung für die Kundinnen und Kunden so leicht und angenehm wie möglich zu gestalten.

User Experience Designer*innen sind in Betrieben der IT- und Kommunikationstechnologie beschäftigt und arbeiten z. B. im Team mit Software-Entwickler*innen, Web-Designer*innen, aber auch mit Psycholog*innen und haben Kontakt zu ihren Auftraggeber*innen.

Vergleiche auch die Berufe:

User Experience (deutsch: "Kundenerlebnis") beschreibt das Erlebnis, die Erfahrung, die Nutzer*innen beim Gebrauch von einem Produkt bzw. Service haben. Die User Experience beinhaltet somit subjektive, emotionale Komponenten wie z. B. Erwartungshaltung, Statussymbol oder "Fetisch-Charakter" eines Produkts und dergleichen mehr.

Unterschied  Usability und User Experience (UX)
Der Unterschied zwischen  Usability und User Experience liegt in der Zielsetzung.  Usability (Handhabung, Benutzerfreundlichkeit) zielt darauf ab, dass ein Produkt möglichst einfach in der Anwendung ist (Ziel ist einfache Handhabung). User Experience geht darüber hinaus und verfolgt das Ziel, mit dem Produkt bzw. dem Service, positive Erlebnisse und Emotionen (wie z. B. Freude, Spaß, Stolz) bei den Nutzer*innen zu generieren um auf diese Weise die Nutzer*innen/Kund*innen an die  Marke zu binden (Ziel ist Kund*innenbindung). Damit ein User Erlebnis positive Gefühle hervorruft, ist jedoch  Usability notwendig und vorausgesetzt. Denn ist die Handhabung eines Gerätes schwer zu verstehen oder funktionieren verschiedene Anwendungen nicht, wird das Erlebnis mit dem Produkt automatisch gedämpft und frustriert, ist die User Experience in dem Fall negativ.

User Experience Designer*innen (UX-Designer*innen) konzipieren u. a. Apps, Websites, Online-Services und andere digitale Anwendungen mit dem Ziel, alle Prozesse von der Suche nach einem Produkt, über dessen Nutzung bis zur  Entsorgung für die Nutzer*innen so leicht und angenehm wie möglich zu gestalten. Über positive User Experience sollen Nutzer*innen an ein Unternehmen, Produkt oder Service gebunden und zu Kommunikator*innen gemacht werden, die ihre guten Erfahrungen an andere weitergeben und auf diese Weise neue Kund*innen/Nutzer*innen werben.

Um die Erwartungen an ein Produkt oder Service und die damit verbundenen Emotionen der Kund*innen bei Auswahl, Kauf und Nutzung zu erforschen, führen UX-Designer*innen z. B. Kundenbefragungen, Produkttestungen, Feedback-Interview udgl. durch und werten die erhobenen Daten aus. Weiters verfolgen sie Blogs und Social Media und analysieren was z. B. von Nutzer*innen über ein Produkt/Service in Social Media Seiten verbreitet wird.

Bei ihrer Arbeit beziehen sie alle Elemente der User Experience ein: angefangen von  Branding, Social-Media-Auftritt, Web- und Screendesign, Animationen und Chatbots bis hin zu  Layout und Typografie. Darüber hinaus entwickeln UX-Designer*innen Kund*innen-Persönlichkeitsmodelle und spielen mit diesen verschiedene Szenarien durch (z. B. Bestell- und Recherchevorgänge). In Zusammenarbeit z. B. mit Fachkräften aus IT/Software, Visual Computing oder Web-Design, entwickeln sie Konzepte für nutzerzentrierte Produkte und Services (wie z. B. Elektronik-Geräte, Smart Phones, Apps und dergleichen). Weiters arbeiten sie in speziellen Test-Centern, in denen sie mit Test-Nutzer*innen Produkte/Services von Nutzer*innen testen, deren Feedbacks und Anregungen aufnehmen und Anpassungen und Verbesserungen an den Produkten bzw. Services vornehmen.

User Experience Designer*innen arbeiten mit einer Vielzahl an digitalen Produkten, Geräten und Services wie z. B. Webseiten, Interfaces, Apps, Icons, Screens und dergleichen, welche sie testen und verbessern. Weiters benutzen sie verschiedene Computer, PCs, Laptops, Tablets, Smartphones und Bürogeräte wie Drucker,  Scanner, Kopiergeräte und führen Dokumentationen, Arbeitsprotokolle und Arbeitsjournale.

Sie lesen Handbücher, Fachbücher und Fachjournale und führen Unterlagen wie z. B. Konzeptpapiere, Kundenbefragungen, Usability-Tests, Marktforschungsunterlagen, Testauswertungen, Customer Journey Maps, Memos und Notizen.

User Experience Designer*innen arbeiten in Büro- und Besprechungsräumen an modern ausgestatteten Computerarbeitsplätzen, aber auch mobil von unterwegs und im Home-Office. Sie arbeiten eng mit Mitarbeiter*innen der betrieblichen Abteilungen Forschung und Entwicklung, IT,  Marketing und Vertrieb zusammen und haben Kontakt zu ihren Auftraggeber*innen.

User Experience Designer*innen arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen und Fachkräften aus Informatik, Computertechnik und Elektronik, siehe z. B.: Informatiker*in, Computertechniker*in, Kommunikationstechniker*in, Elektroniker*in, Software-Programmierer*in, Web-Designer*innen oder Multimedia-Programmierer*innen. Usertests und -befragungen führen sie gemeinsam mit Psycholog*innen (siehe Psychologe / Psychologin) durch und haben Kontakt zu Testpersonen/Nutzer*innen.

Je nach Projekt oder Auftrag haben User Experience Designer*innen mitunter sehr unregelmäßigen Arbeitszeiten, und es können Mehrarbeit, Überstunden und eventuell auch Wochenendarbeit erforderlich werden, besonders, wenn Deadlines eingehalten werden müssen.

  • Nutzer*innenerwartungen und -bedürfnisse ermitteln und analysieren
  • Kund*innenbefragungen und -verhaltenstests durchführen oder in Auftrag geben und auswerten
  • Umfragen, Kund*innenblogs, Usability-Tests oder das Feedback aus Social Media auswerten
  • Klicks und Augenbewegungen, z. B. von Testuser*innen auf Websites auswerten, um festzustellen, welche Links häufiger angeklickt werden und welche Elemente Betrachter*innen zuerst wahrnehmen
  • Kund*innenverhalten in sogenannten Customer Journey Maps grafisch darstellen bzw. bestehende Grafiken auswerten
  • Ergebnisse analysieren und aufbereiten, grafische Darstellungen vom Kund*innenverhalten (Customer Journey Maps) erstellen bzw. auswerten und daraus Kund*innenmodelle (sogenannte "Personas") entwickeln
  • User-Experience-Konzepte entwickeln, umsetzen und optimieren
  • bestehende Anwendungen analysieren und optimieren
  • mithilfe der Kund*innenmodelle unterschiedliche Nutzerszenarien, z. B. Bestell- oder Recherchevorgänge, durchspielen und zu nutzerzentrierten Konzepten verdichten
  • Wireframes, Mockups, Flowcharts und interaktive Prototypen erstellen
  • alle zum Kund*innenerlebnis gehörenden Elemente in die Konzeption einbeziehen:  Branding, Ladengeschäfte, Social-Media-Auftritt, Interaktionsdesign, Animationen oder Dialogsysteme, Screen-Design,  Layout und Typografie
  • Konzepte testen bzw. von Nutzer*innen testen lassen, Korrekturen durchführen bzw. Anregungen aufnehmen
  • mit Fachkräften aus der Programmierung, dem Visual Design, dem Projektmanagement sowie Nutzer*innen zusammenarbeiten
  • Design- und Digitalagenturen
  • Softwareunternehmen, z. B. für App-Entwicklung, Internet der Dinge, E-Health
  • Agenturen für Webdesign, Interfacedesign, Grafik- und Kommunikationsdesign
  • E-Commerce-Unternehmen, Onlineshops, E-Business-Dienstleister
  • Dienstleistungsbetriebe mit Online-Service
  • öffentliche  Verwaltung; Ämter und Behörden mit Online-Service, Beratungs-, Informationsseiten
  • Softwareunternehmen für Computerspiele

Der Beruf User Experience Designer*in (UX-Designer*in) ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:

  • Projektleitung, Abteilungsleitung
  • User Testing: Test-Design, Planung, Ausführung
  • Auswertung,  Statistik, Modellierung
  • User  Interface Design
  • Web-Design, Grafik-Design
  • App-Entwicklung

Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 App - Applikation Augmented Reality (AR) Big Data Browser Hotkey Interface Usability User Experience (UX) Virtual Reality (VR)