Tiefbauspezialist*in - Tunnelbautechnik (Lehrberuf) - Lehrzeit: 4 Jahre

Berufsbeschreibung

Tiefbauspezialist*innen im Schwerpunkt Tunnelbautechnik arbeiten für Bauunternehmen in unterschiedlichen Tunnelbauprojekten. Sie verrichten Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem  Tunnelvortrieb im Rahmen der  Neue Österreichische Tunnelbaumethode. Dafür richten sie Baustellen ein und sichern diese ab. Sie erstellen Baugruben und  Künetten und treiben die Tunnel mithilfe von Tunnelbaumaschinen voran. Sie stellen  Schalungen und andere Bauteile her und stellen  Spritzbeton her und bringen diesen auf Stahlgitterbögen auf. Tunnelbauspezialist*innen lesen Baupläne und Bauskizzen, vermessen einfache Gelände, dokumentieren die Vermessungsarbeiten und stellen den Einsatz des Materials und der Geräte fest.

Tunnelbautechniker*innen arbeiten auf unterschiedlichen Baustellen im Team mit Planer*innen, Vorarbeiter*innen, Polier*innen, Berufskolleg*innen und verschiedenen Fach- und Hilfskräften aus anderen Bereichen des Bauwesens.

Tiefbauspezialist*innen im Schwerpunkt Tunnelbautechnik arbeiten in Unternehmen, die Tunnel und Stollen oder andere Hohlräume herstellen. Sie führen einzelne Tätigkeiten im Rahmen des konventionellen Tunnelvortriebs auf Grundlage des Tunnelbauverfahrens  Neue Österreichische Tunnelbaumethode (NATM) aus.

Zu Beginn ihrer Tätigkeit lesen sie Pläne und Skizzen, vermessen das entsprechende Gelände (auch) mit digitalen Vermessungsgeräten, dokumentieren die Vermessungsarbeiten, richten und sichern die Baustelle ab. Für das Abschlagen oder Sprengen des Gesteins (oder anderer Materialien) verwenden sie unterschiedliche Baumaschinen und Geräte.

Sie sind auch daran beteiligt, Abschlagslängen festzulegen und entsprechende Mittel zur Sicherung und zum Stützen des Gebirges auszuwählen und einzubauen. Sie sichern das Material ab, stellen für die Verbindung von Gebirge und Betonschalen  Spritzbeton her und bringen diesen auf Stahlgitterbögen auf. Das abgetragene Material (Schutterung) laden sie auf Transport- und Ladegeräte wie z. B. Bagger und Kipper und transportieren es ab.

Tiefbauspezialist*innen im Schwerpunkt Tunnelbautechnik stellen außerdem  Schalungen für Bauteile aus  Beton und  Stahlbeton her, aber auch andere Bauteile und Bauwerke wie Spritzbetonschalen, Stützmittel, Fundamente, Entwässerungs- und Drainageanlagen, und passen diese je nach Bedarf an.

Sie pflegen und warten Untertagebaumaschinen und prüfen, ob sie fahrbereit sind. Bei der Ausführung all ihrer Arbeiten berücksichtigen sie einschlägige Sicherheitsvorschriften und Umweltstandards.

Tiefbauspezialist*innen im Schwerpunkt Tunnelbautechnik arbeiten mit unterschiedlichen Baumaschinen im Untertageeinsatz wie Raupenbaggern, Bohrhammern, Bohrwagen, Ankerprüfgeräten, Spritzbetonmanipulatoren, Schnittmaschinen etc.

Für die Steuerung von Maschinen und -geräten, für Vermessungs- und Kontrollarbeiten sowie zur Baudokumentation werden zunehmend digitale Tools und Messgeräte sowie spezielle Handhelds mit entsprechender  Software eingesetzt (insb. elektronisches Datenmanagement, EDM), die Tiefbauspezialistinnen und -spezialisten bedienen müssen.

Abhängig von der jeweiligen Tätigkeit tragen sie Schutzbekleidung, Helme und Sicherheitsschuhe und Schutzbrillen.

Tiefbauspezialistinnen und -spezialisten im Schwerpunkt Tunnelbautechnik arbeiten für Tiefbauunternehmen an wechselnden Arbeitsorten auf Baustellen. Sie arbeiten vorwiegend im Untertagebau, aber auch im Freien, wo sie verschiedenen Witterungsverhältnissen wie Hitze, Nässe, Kälte, Wind etc. ausgesetzt sind. Trittsicherheit ist eine wichtige Eigenschaft und bei Sprengarbeiten ist besondere Vorsicht geboten.

Tiefbauspezialist*innen arbeiten im Team mit Vorgesetzten wie Polier*innen, Bauleiter*innen und Baumeister*innen, mit Berufskolleg*innen sowie verschiedenen Fach- und Hilfskräften wie z. B. Betonbau (Lehrberuf), Betonbauspezialist*in (Lehrberuf), Hochbau (Lehrberuf), Hochbauspezialist*in (Lehrberuf), Gleisbautechnik (Lehrberuf), Bautechniker*in, Asphaltierer*in, aber auch mit Verkehrsplaner*innen und anderen Planer*innen.

Wie in den meisten Bauberufen ist auch für Tiefbauspezialistinnen und -spezialisten eine gewisse Mobilität erforderlich, weil sich Baustellen meist an unterschiedlichen Orten befinden und auch weiter vom Betriebsstandort oder dem eigenen Wohnort entfernt sein können.

  • Arbeiten im  Tunnelvortrieb nach den Kriterien der Neuen österreichischen Tunnelbaumethode (NATM) – durchführen
  • Tunnelvortrieb, Baugruben,  Künetten und  Flachgründungen herstellen
  • Schalungen (z. B. konventionelle  Schalungen, Systemschalungen) für Bauteile aus  Beton und  Stahlbeton herstellen
  • Bauteile, Bauwerksteile und Bauwerke herstellen und anpassen
  • Lohn-, Geräte- und Materialeinsatz berechnen
  • Untertage-Baumaschinen prüfen und deren Fahrbereitschaft feststellen
  • Spritzbeton herstellen und aufbringen
  • Rohrkanäle verlegen samt Schachtherstellung und Tunneleinbauten
  • Proben für die Betonprüfung herstellen
  • Wasserhaltungsmaßnahmen und deren Ableitung ausführen
  • Bauunternehmen im Bereich Tunnelbau

Der Beruf Tiefbauspezialist*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:

  • Bauplanung, Baulogistik
  • Bauwirtschaft, Baumanagement
  • Brückenbau, Tunnelbau
  • Kanalbau, Siedlungswasserbau
  • Straßenbau, Verkehrswegebau
  • Gleisbau
  • Vermessungstechnik

Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Neue Österreichische Tunnelbaumethode Spritzbeton Tunnelvortrieb Untertage-

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