Exportkaufmann/-frau

Andere Bezeichnung(en): ExportsachbearbeiterIn, AußenhändlerIn

 

Berufsbeschreibung

Die Funktion von Exportkaufleuten besteht primär im Absatz heimischer Produkte auf ausländischen Märkten und der damit einhergehenden Tätigkeiten. Sie betreuen bereits vorhandene KundInnen im Ausland,  akquirieren neue potenzielle AbnehmerInnen und bieten ihnen die zu verkaufenden Produkte an. Sie kennen die relevanten zollrechtlichen und einfuhrrechtlichen Bestimmungen und sorgen für einen reibungslosen Zahlungs- und Warentransfer. Exportkaufleute arbeiten bei Unternehmen des Transportgewerbes, den Transport- und Exportabteilungen großer Unternehmen oder bei Beratungsunternehmen. Sie stehen in Kontakt mit ihren KundInnen, (Zoll-)Behörden,  Speditionen sowie ihren BerufskollegInnen.

Die Existenz jedes zweiten Unternehmens in Österreich hängt direkt oder indirekt von den Auslandsmärkten ab. Das Know-how rund um den Export heimischer Waren und Dienstleistungen ins Ausland ist dementsprechend sehr gefragt. Exportkaufleute verfügen über ebendieses Know-how. Sie  akquirieren neue KundInnen und Aufträge, verhandeln die entsprechenden Verträge, organisieren Verpackung und Transport und planen und überwachen die damit verbundenen Zahlungen.

Für die damit einhergehenden Verhandlungen und Korrespondenzen beherrschen Sie zumindest eine Fremdsprache. Sie kennen die relevanten zoll- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen und stehen in Kontakt zu den entsprechenden Ämtern und Behörden.

Exportkaufleute kennen die Risiken internationaler Geschäfte und versuchen diese (z. B. durch  Hedging) zu minimieren. Außerdem sind sie über die MitbewerberInnen in den von ihnen zu betreuenden Ländern und Märkten informiert, kennen die dort herrschende Rechtslage, die sozialen Gegebenheiten sowie die politische Lage. Sie wissen über die Handelsgepflogenheiten (z. B. Zahlungsverhalten, Zuverlässigkeit) der HandelspartnerInnen Bescheid und wissen diese Informationen für sich zu nutzen.

Mit diesem Beruf ist meist eine starke Reisetätigkeit verbunden.

Exportkaufleute verwenden insbesondere moderne Informations- und Kommunikationsmittel. Sie arbeiten mit PC, Internet und Bürosoftware. Vor allem das Internet stellt für sie eine wichtige und vor allem kostengünstige Möglichkeit dar, über die Grenzen hinweg zu kommunizieren und Informationen einzuholen. Auf Reisen führen sie Laptops, Broschüren, Kataloge sowie diverses Werbematerial mit sich. Sie hantieren mit Verträgen und Bestelllisten und lesen Handbücher und Gesetzestexte.

Exportkaufleute arbeiten in Büros von Handels- und Produktionsunternehmen und sind viel auf Reisen. Sie haben Kontakte zu MitarbeiterInnen aus allen Bereichen ihres Unternehmens und zu den MitarbeiterInnen der Unternehmen, mit denen Geschäfte gemacht werden. Weiters stehen sie im Kontakt mit MitarbeiterInnen von Behörden (z. B. Zollwesen) sowie mit  Speditionen.

  • weltweit Exporte von Produkt- und Servicelieferungen abwickeln
  • bestehenden KundInnenstock laufend betreuen, über Produkte und Leistungen, besondere Angebote etc. informieren
  • NeukundInnen und Aufträge  akquirieren, neue Märkte erkunden und bearbeiten
  • Auftragsbestätigung, Liefersteuerung, Rechnungslegung
  • Projekte kaufmännisch bearbeiten
  • Dokumentationen nach dem laufenden Wirtschaftsrecht und den einschlägigen Vorschriften erstellen (z. B. Ausfuhrgenehmigungen, Ursprungszeugnisse)
  • Einfuhrzollabfertigung mit Spediteuren und Zollbehörden (Transportsteuerung) abwickeln
  • Stammdatenpflege ExportkundInnen
  • Klein-, Mittel-, und Großbetriebe des Spediteurgewerbes
  • Transport- und Exportabteilungen großer Industrie-, Handels- aber auch Dienstleistungsbetriebe
  • (Export-)Beratungsfirmen

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Akkreditiv akquirieren Budget Business-to-Business Debitoren E-Business EAN Hedging Incoterms Label NAFTA