Elektronik - Angewandte Elektronik (Lehrberuf) - Lehrzeit: 3 1/2 Jahre

Andere Bezeichnung(en): früher: ElektromechanikerIn für Schwachstrom

 

Berufsbeschreibung

Der Lehrberuf Elektronik - Angewandte Elektronik wurde per 1. Juni 2011 durch den Modullehrberuf Elektronik ersetzt.

Die Ausbildung zum/zur ElektronikerIn in angewandter Elektronik erfolgt im Modullehrberuf Elektronik im Hauptmodul Angewandte Elektronik. siehe Elektronik - Angewandte Elektronik (Modullehrberuf)

ElektronikerInnen für Angewandte Elektronik erzeugen, montieren und reparieren elektronische Geräte, Maschinen und Anlagen aller Art (z. B. Mess-, Steuer-, Regel- und Signalanlagen). Zum Bereich der Elektronik zählen viele unterschiedliche Aufgaben- und Anwendungsfelder, z. B. Maschinen- und Apparatebau, Computertechnik, Mess-, Regelungs- und Automatisierungstechnik,  Mikroelektronik, Optische Elektronik, Schaltungstechnik,  Sensortechnik, Signaltechnik.

ElektronikerInnen bauen elektronische Bauelemente wie Leiterplatten, Sensoren oder digitale Steuerungen in größere Anlagen (z. B. Industrieanlagen, Produktionsanlagen) ein, setzen sie in Betrieb und stellen die Funktionen ein. Sie montieren und verdrahten Geräte, bestücken und löten Leiterplatten, beheben Störungen oder messen elektronische Schaltungen. ElektronikerInnen arbeiten - je nach Aufgabenbereich - mit BerufskollegInnen und SpezialistInnen der genannten Anwendungsbereiche zusammen, z. B. mit MikrotechnikerInnen, MechatronikerInnen, KommunikationstechnikerInnen oder InformatikerInnen.

"Man sollte logisch Denken können, man hat viel mit logischen Schaltungen zu tun. Zeitweise ist es schon kompliziert, aber es schaut meistens nur so aus. Man sollte sich auch mit Computern auskennen und teilweise mit Technik im mechanischen Bereich."
Tanja Bart, Lehrling, in einem Interview aus: AMS your job, 2005.

ElektronikerInnen im Schwerpunkt Angewandte Elektronik stellen elektronische Bauelemente, Bauteile und Baugruppen für Geräte, Maschinen und Anlagen sowie Leiterplatten und Printplatten, Mess-, Steuer-, Regel- und Signalanlagen und Computer her. Sie montieren die genannten Teile und Geräte und führen alle Vorarbeiten zur Inbetriebnahme durch. Sie sind auch für die regelmäßige Wartung und Reparatur zuständig. ElektronikerInnen sind auch in der Entwicklung und Planung von elektronischen Systemen und Anlagen tätig, sie entwerfen selbst Schaltpläne und bauen Prototypen von elektronischen Schaltungen auf und testen diese. Zu ihren Aufgaben gehören häufig auch die Bedienung und Überwachung automatisierter Produktionsanlagen sowie das  Justieren und  Kalibrieren von Mess- und Steuergeräten.

ElektronikerInnen legen anhand technischer Unterlagen Arbeitsmittel und Produktionsschritte fest und achten auf die Einhaltung von Qualitätsstandards und Sicherheitsrichtlinien. Zu den wichtigsten Erzeugnissen der ElektronikerInnen gehören Regel- und Steuereinheiten für Fertigungsmaschinen, Mess- und Regelungsanlagen, Sicherungs- und Signalanlagen, elektronische Mess- und Prüfgeräte (z. B. Universalmessgeräte), aber auch elektromedizinische Geräte (z. B. Blutdruckmessgeräte). Im Kundenservice warten und reparieren sie elektronische Geräte und Anlagen (z. B. medizinische Geräte in Krankenhäusern und Arztpraxen).

ElektronikerInnen verwenden bei ihrer Tätigkeit die verschiedensten analogen und digitalen Messgeräte (z. B. Osziloskop,  Voltmeter). Sie lesen Schaltpläne und Bestückungspläne, stellen elektronische Schaltungen her und bestücken Leiterplatten mit Widerständen, Dioden, Kondensatoren, Steckverbindungen und hantieren mit SMD-Bauteilen (= surface mounted device). Bei ihrer Arbeit verwenden sie Werkzeuge wie Schraubenzieher, Pinzetten, Zangen, Printbohrmaschinen, Lötgeräte und dergleichen mehr. Computer und EDV-Anwendungen verschiedenster Art sind bei der Entwicklung und Funktionsprüfung von elektronischen Baugruppen nicht mehr wegzudenken.

ElektronikerInnen - Angewandte Elektronik arbeiten - je nach betrieblicher Funktion - im Team mit BerufskollegInnen, Vorgesetzten und Fachkräften anderer Abteilungen bzw. SpezialistInnen der unterschiedlichen Anwendungsbereiche der Elektronik, z. B. MikrotechnikerIn / MikrosystemtechnikerIn, ElektrotechnikerIn, MechatronikerIn, Regelungs- und AutomatisierungstechnikerIn, MedizintechnikerIn.
Sie arbeiten in Werkstätten, Produktionshallen und Labors sowie bei Wartungs- und Servicearbeiten bei ihren KundInnen vor Ort.

  • elektronische Bauelemente, Bauteile und Baugruppen für Geräte, Maschinen und Anlagen herstellen, prüfen und instandsetzen
  • blanke und isolierte Leitungen sowie kabelähnlichen Leitungen und Kabel verlegen und anschließen
  • Klemm-, Löt-, Steck- und andere leitende Verbindungen herstellen
  • analoge und digitale Schaltungen mit komplexen Halbleiterbauelementen herstellen
  • Schaltungen mit elektromechanischen und elektronischen Bauelementen entwickeln und herstellen
  • Leiterplatten und Printplatten herstellen, bestücken, zusammenbauen, prüfen und instandsetzen
  • Messanlagen, Steueranlagen, Regelanlagen und Signalanlagen zusammenbauen, prüfen und instandsetzen
  • Maßnahmen zur elektrostatischen (ESV) und elektromagnetischen ( EMV) Verträglichkeit durchführen
  • Oszilloskop- und Leistungsmesstechnik anwenden
  • Computer und elektronische Prozessleitsysteme für Geräte, Maschinen und Anlagen programmieren, prüfen, in Betrieb nehmen und warten
  • Schutzmaßnahmen zur Verhütung von Personenschäden und Sachschäden sowie von Störungen und Beeinträchtigungen (Elektrostatik, Elektromagnetik) einrichten, prüfen und dokumentieren
  • Industrie- und Gewerbebetriebe, die in der Erzeugung, Montage und Reparatur von elektronischen Geräten, Maschinen und Anlagen tätig sind
  • Öffentliche Unternehmen (ÖBB, Verkehrsbetriebe)

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 EIB Elektrosmog EMV Frequenz Hertz Hochspannung Infrarot Leiterplatte Oszillograph / Oszilloskop Parameter SMD Starkstrom Volt Voltmeter

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